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Immobilie in der Scheidung – Die drei häufisten Fragen kurz beantwortet

Geschrieben von Harry Schulz auf 19. August 2020
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Wenn die Scheidung unausweichlich ist, muss auch eine Entscheidung getroffen werden, wie mit der gemeinsamen Immobilie umgegangen wird. Ist die Entscheidung gefallen, was mit der Immobilie passieren soll, treten oft die gleichen Fragen auf. Wie geht es mit dem Hauskredit weiter? Wie werden die Verkuafserlöse aufgeteilt und wann werden Entscheidungen am besten in die Tat umgesetzt? Wir geben Ihnen kurz und prägnant die Antworten auf diese durchaus wichtigen Fragen:

1. Was passiert mit dem Hauskredit im Falle einer Scheidung?

Mit einer Trennung oder Scheidung ändert sich nichts an den bestehenden Kreditbestimmungen. So stellt sich dann die Frage, wer für die Tilgung der gemeinsamen Schulden zuständig ist. Für den Hauskredit haftet grundsätzlich nur derjenige, der den Vertrag mit der Bank unterschrieben hat. Für die Bank ist dabei unerheblich, ob die Eheleute noch verheiratet sind oder geschieden oder ob der Haftende überhaupt noch in der Immobilie wohnt. Wurde der Kreditvertrag von beiden Ehepartnern unterschrieben, haften auch beide. In diesem Fall besteht für die Eheleute gegenüber der Bank eine Gesamtschuld. Dies ist in der Regel bei gemeinsamem Eigentum im Interesse der Bank, um die Schuld bestmöglich abzusichern. Die Bank kann auch nach Auflösung der Ehe von beiden Kreditvertragspartnern Zahlungen in voller Ratenhöhe einfordern oder – falls der Kredit nicht mehr bedient werden kann – auch die Zwangsversteigerung der Immobilie auslösen. Gleiches gilt auch für die Eintragung im Grundbuch: Die Scheidung allein ändert zunächst nichts an den Eigentumsverhältnissen und somit daran, wer im Grundbuch steht.

2. Wie erfolgt die Aufteilung des Verkauferlöses?

Der Verkaufserlös wird nach Verkauf der Immobilie unter den Ehepartnern aufgeteilt. Noch eventuelle Immobilienfinanzierungen und Vorfälligkeitsentschädigungen von Krediten werden in Abzug gebracht. Der Erlös wird je nach Höhe des jeweiligen Eigentumsanteils am Haus auf die Ehepartner verteilt – und zwar unabhängig von Investitionen in die Immobilie, die die Eheleute in der Vergangenheit getätigt haben.

3. Wann ist der ideale Zeitpunkt für die Veränderung?

Wenn Sie im Scheidungsfall die Immobilie an einen Ehepartner oder an die Kinder übertragen möchten, ist es aufgrund der Grunderwerbssteuer geschickter, dies noch im Trennungsjahr bzw. bereits in der Trennungszeit durchzuführen. Wenn Sie sich sicher sind, dass die Lebensgemeinschaft definitiv nicht wiederhergestellt werden soll und die Scheidung durchgeführt wird, können Sie den Hausverkauf auch schon im Trennungsjahr angehen. So können Sie Bewirtschaftungskosten verringern oder den Erlös aus dem Hausverkauf für den Vermögensausgleich verwenden.

Nutzen Sie auch unseren Ratgeber „Immobilie in der Scheidung“, den Sie sich gerne hier herunterladen können. Hier finden Sie umfassende Checklisten, um Ihre Wohnung /Ihr Haus erfolgreich zum optimal Preis verkaufen zu können. Grundsätzlich ist es ratsam, sich an eine unparteiische Person zu wenden: Immobilienmakler sind in der Lage, die Optionen, die Sie mit Ihrer Immobilie haben, objektiv abzuwägen. Wir beraten Sie gerne unverbindlich und immer hochprofessionell.

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