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Immobilie sanieren – Eigenleistung versus Fremdleistung

Geschrieben von Harry Schulz auf 14. Oktober 2020
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Das Haus ist gekauft und der Umzug steht bevor. Jeder neue Hausbesitzer muss sich nun fragen: Passt der Zustand des Hauses zu meinen Ansprüchen? Gibt es Dinge, die zwingend erneuert werden müssen, weil z. B. eine Verletzungsgefahr besteht oder aufgrund körperlicher Einschränkungen Teile des Hauses im aktuellen Zustand nicht genutzt werden könnten? Wie alt ist die Heizungsanlage und sind die Sanitäreinrichtungen in einem akzeptablen Zustand?

Neben notwendigen Sanierungs- und Renovierungsaufgaben gibt es sicherlich auch den ein oder anderen Schönheitsmangel, den man gegebenenfalls ausbessern möchte.

Die große Frage ist nun: Welche Dinge können in Eigenleistung ausgebessert werden und bei welchen Bereichen hole ich Handwerker hinzu?

Sobald die ersten Kostenschätzungen vorliegen, haben viele einen Gedanken: „Wohl besser, ich packe auch selbst mit an!“, denn Eigenleistungen bieten gewaltige Einsparpotenziale bei den  Handwerkerleistungen. Für kompetente Heimwerker bieten sich besonders im Innenausbau große Möglichkeiten. Allerdings sollten die Anforderungen – zeitlich und an die Fähigkeiten – nicht unterschätzt werden.

Letztendlich sind drei Dinge entscheidend, ob die Sanierung selbst oder fremd ausgeführt wird:

  1. Wie viel Zeit steht zur Verfügung?
  2. Wie hoch ist das Budget?
  3. Welche handwerklichen Fähigkeiten sind vorhanden?

Die Aufgaben in einem sanierungsbedürftigen Gebäude können komplexer ausfallen als erwartet. So können auch kleinere Tätigkeiten wie tapezieren oder das Verlegen von Böden zu großen Aufgaben werden. So kommt es beispielsweise nicht selten vor, dass sich bei Tapeten der alte Untergrund als baufällig entpuppt oder bei Böden der Untergrund tragfähig und eben gemacht werden muss. Wenn Sie durch Eigenleistungen an Handwerkern sparen möchten, dann sollten Sie sich der Aufgabe bewusst und ihrer mächtig sein. Denn nicht nur die Zeit, die solch ein Projekt verschlingt, auch das Informieren über Materialien und Baustoffe erfordert Anstrengung.

Bei der Beauftragung von Handwerkern sollten Sie sich mit einem Bauvertrag absichern. Hierfür können Sie Formverträge nutzen und auf Grundlage der Skizzen und der mit Preisangaben versehenen Leistungsverzeichnisse den Bauvertrag ausschmücken. Gerade bei Sanierungen von älteren Gebäuden lässt sich durch die ungewisse Bausubstanz nicht alles genauestens planen – unvorhergesehene Probleme werden mit Sicherheit auftreten. Bei solch schwer kalkulierbaren Arbeiten bietet sich die Abrechnung per Stundenlohn an. Hierbei werden die Materialien extra berechnet. Einheitspreise können jedoch bei Erweiterungsarbeiten, wie einem Balkon, eingesetzt werden. Dabei werden im Angebot  Leistungseinheiten definiert – die tatsächliche Menge wird dann am Ende verrechnet. Eine weitere Möglichkeit ist ein Pauschalpreisvertrag. Diese Vertragsart dient abgeschlossenen und größeren Einheiten (z.B. beim Badezimmer) und wird mit der kompletten Ausstattung und den dazugehörigen Arbeiten eingepreist.

Überlegen Sie also genau, welche Bereiche Sie sich zutrauen und was Sie in die Hände von Handwerkern legen möchten. Holen Sie sich verschiedene Angebote ein und behalten Sie stets die Zeit- und Kostenplanung im Kopf und aktualisieren diese bei Bedarf.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Projekt und stehen Ihnen gerne mit unserem Netzwerk zu Verfügung.

 

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