Ihre Suchergebnisse

Immobilienfakten – Alles rund um den Makler

Geschrieben von Harry Schulz auf 2. September 2020
| 0

Wo Immobilien die Eigentümer wechseln, ist auch meistens er aktiv: Der Immobilienmakler.

Seine Aufgaben sind meist deutlich umfassender als man es im ersten Moment erahnen mag. Nicht zuletzt haben diverse TV-Formate dafür gesorgt, dass dieser Berufsstand manchmal etwas kritisch beäugt wird. Da sitzen die Immobilienmakler nett im Café und warten auf den Anruf, dass jemand eine Wohnung besichtigen möchte, er fährt in einem ansehnlichen Auto vor, schließt die Tür auf und erzählt Dinge, die für jeden offensichtlich sind – „hier ist das geräumige Bad mit Duschwanne“…

Ganz ehrlich: Von der Realität ist das doch weit entfernt.

Welche Aufgaben übernimmt der Makler?

Ein Makler nimmt Ihnen eine Vielzahl von Aufgaben ab. Als allererstes wird er mit Ihnen Ihre Verkaufsziele besprechen und eine Werteinschätzung der Immobilie vor Ort vornehmen. Im nächsten Schritt trägt der Makler alle wichtigen Informationen und Unterlagen, die für den Verkauf der Immobilie relevant sind, zusammen. Daraus erstellt er ein aussagekräftiges Exposé, das mit den passenden Texten und Beschreibungen die richtige Zielgruppe an Interessenten für Ihre Immobilie anziehen wird.

Anschließend wird Ihre Immobilie am Markt angeboten und zwar über unterschiedlichste Vermarktungsmöglichkeiten: auf Internet-Portalen, der Webseite des Maklers, in Tageszeitungen etc. Im Anschluss wird der Immobilienmakler die Anfragen der Kaufinteressenten selektieren und mit diesen die Immobilie besichtigen. Oft führt er die Verkaufsverhandlungen und vermittelt zwischen Verkäufer- und Käuferinteressen. Ist der passende Käufer für Ihre Immobilie gefunden, bereitet er den Kaufvertrag vor, begleitet Sie zum Notartermin und ist bei der tatsächlichen Übergabe der Immobilie dabei.

Die Makler-Leistungen im Überblick:
• Ermittlung des Verkehrswertes der Immobilie
• Erstellung eines Exposés
• Bewerbung der Immobilie in Online-Portalen, Tageszeitungen, auf der eigenen Webseite etc.
• Organisation und Koordination von Immobilienbesichtigungen
• Durchführung der Verkaufsverhandlungen
• Vorbereitung des Kaufvertrags und Abstimmung mit dem Käufer
• Teilnahme bei der notariellen Beurkundung
• Übergabe der Immobilie nach erfolgreichem Immobilienverkauf

Heutzutage beschränken sich Immobilienmakler meist nicht mehr nur auf die reine Vermittlung von Immobilien. Das Berufsbild des Immobilienmaklers greift in sämtliche Sparten des Immobiliengeschäfts: Neben der Vermittlung von Immobilien jeder Art umfasst es auch Beratungs- und Betreuungsleistungen rund um die Immobilie sowie die Verwaltung von Objekten, die Vermittlung von Finanzierungen, Baubetreuungsaufgaben u.v.m.

Wer beauftragt den Makler?

Die Regelung des Bestellerprinzips gilt nur für die Vermietung, nicht aber wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen möchten.
Die Maklerprovisionen wurden in der Vergangenheit meist von den zukünftigen Mietern bezahlt. Mit der Einführung des Bestellerprinzips im Jahr 2015 übernimmt nun derjenige die Kosten für den Makler, der den Makler beauftragt hat. So trägt meist der Vermieter die Kosten für die Vermittlung. Daraus ergibt sich, dass der Vermieter die Mietimmobilien ohne Provisionszuschlag anbieten muss, und auch nicht mit der Botschaft „provisionsfrei Mieten“ werben darf. Tricks, um die Provision trotzdem vom Mieter einzufordern oder ohne gesonderte Absprache Servicegebühren für Exposés oder Wohnungsbesichtigungen zu verlangen, sind demnach nicht gesetzeskonform.

Welche Prinzipien gelten für einem Makler?

Ein wichtiges und grundlegendes Prinzip der Immobilienwirtschaft ist das „Erfolgsprinzip“. Es gilt sowohl für Mietverhältnisse als auch für Verkäufe von Immobilien. Das Erfolgsprinzip besagt, dass eine Provision nur dann an den Makler ausgezahlt wird, wenn die Vermittlung einer Immobilie erfolgreich war, sprich: wenn die Unterzeichnung eines Mietvertrages oder bei Verkäufen die Übertragung der Immobilie beim Notar erfolgt ist.
Des Weiteren gilt das Neutralitätsprinzip: Agiert ein Makler als Doppelmakler, indem er mit beiden Parteien, die er zusammenführen möchte, Verträge schließt und Provisionsvereinbarungen trifft, ist die Gleichbehandlung beider Seiten wichtig. Außerdem ist die Entscheidungsfreiheit ein weiteres wichtiges Prinzip der Immobilienbranche. Es beschreibt, dass Sie als Auftraggeber eines Maklers nicht zur Annahme seiner Leistung verpflichtet sind, sondern jederzeit die Absicht, Ihre Immobilie zu vermieten oder zu verkaufen, aufgeben können.

Wann erhält der Makler seine Provision?

Bei Vermietungen wird die Provision für den Makler nach der erfolgreichen Unterzeichnung des Mietvertrags fällig. Hier ist eine Frist von 14 bis 30 Tagen üblich. Wird eine Immobilie verkauft, so ist zum einen der Verkaufsprozess länger, zum anderen ist die Provision auch wesentlich höher als die bei der Vermietung. Die Zahlungsziele belaufen sich dabei zwar meist auch auf die üblichen Fristen von 14 bis 30 Tagen nach der Unterzeichnung beim Notar. Üblich ist es jedoch, Sonderregelungen zu finden, die den Zahllauf erleichtern, z.B. indem die Zahlung der Provision auf den Zeitpunkt nach Eingang des Kaufpreises auf dem Konto des Verkäufers verschoben wird. Es wird immer wieder versucht, die Provisionszahlung zu umgehen. Beispielsweise wenden sich Miet- oder Kaufinteressenten direkt an den Eigentümer der Immobilie. Jedoch wird dadurch der Maklervertrag gebrochen – das kann zu Schadenersatzforderungen führen, auch wenn der Vertrag schon ausgelaufen, die Vermittlung jedoch direkt auf die Vorarbeit des Maklers zurückzuführen ist.

Wie finden Sie den passenden Makler?

Da der Beruf des Immobilienmaklers nicht geschützt ist – also sich jeder, der einen Gewerbeschein hat, Makler nennen kann –
ist es wichtig, bei der Wahl des Maklers auf Seriosität zu achten. Denn mit dem falschen Vertragspartner kann beim Verkauf Ihrer Immobilie viel schief laufen.
Vereinbaren Sie doch einen Termin im Büro des Maklers. So können Sie auf sich wirken lassen, welchen Eindruck der Immobilienmakler auf Sie macht. Einen seriösen Immobilienmakler erkennen Sie vor allem daran, dass er einen Maklervertrag schriftlich fixieren wird; gleiches gilt (darin inbegriffen) für Provisionsansprüche. Und ganz sicher wird er keinerlei Druck ausüben, um beim Interessenten regelrecht eine Kaufentscheidung zu erzwingen – denn einem guten Makler ist es wichtig, dass die Interessen aller wirklich berücksichtigt werden. Deswegen wird er auch keine Massenbesichtigungen veranstalten, sondern individuelle Besichtigungstermine vereinbaren und sich Zeit für jeden Interessenten nehmen.
Und vor allem gilt: Ein guter Makler zeichnet sich dadurch aus, dass er nichts verspricht, was er nicht halten kann: Er wird Ihre Immobilie so anbieten, dass ein Verkauf tatsächlich realistisch ist. Ein guter Makler recherchiert gründlich, berät Sie in allen Immobilienfragen, zu vertraglichen Aspekten und bei rechtlichen Problemen. Er informiert regelmäßig über den Stand seiner Verkaufsaktivitäten und begleitet Sie durch alle Phasen des Verkaufs und darüber hinaus.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns und wir überzeugen Sie, dass wir halten, was wir versprechen und wofür wir stehen: Qualität, Ehrlichkeit und Kompetenz. Wir freuen uns auf Sie!

Vergleiche Einträge