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RSI Wissensmittwoch: Versicherungen bei der Sanierung

Geschrieben von Harry Schulz auf 14. Juni 2022
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Baustellen sind Gefahrenquellen. Deshalb sind die richtigen Versicherungen unerlässlich. Auch wenn Handwerker für die durch sie entstandenen Schäden haften müssen, gibt es beispielsweise durch die Absicherung der Baustelle oder die marode Bausubstanz noch immer viele Gefahrenstellen. Auch für Schäden, welche durch die Witterung während der Bauzeit entstehen, sollten entsprechende Versicherungen abgeschlossen werden. Lassen Sie sich aber gut beraten, denn die Kosten variieren häufig.

  1. Unfallversicherung: Alle Personen, die nicht über ein Unternehmen an der Sanierung einer Immobilie beteiligt sind – also bei Eigenleistung und Hilfe von Freunden – ist eine Unfallversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Die Versicherung kann bei der Bauberufsgenossenschaft oder beim Unfallversicherungsverband angemeldet werden.
  2. Berufshaftpflichtversicherung: Architekten sollten eine Berufshaftpflichtversicherung vorweisen können, damit mögliche Fehler des Architekten oder Bauleiters durch diese Versicherung abgedeckt sind. Auch wenn es in diesem Fall keine gesetzliche Pflicht gibt, ist eine entsprechende Klausel im Architektenvertrag empfehlenswert. Die Versicherung umfasst für gewöhnlich sowohl Personen- als auch Sachschäden. Jedoch übernimmt die Versicherung keine fälschlicherweise kalkulierten Kosten der Sanierung.
  3. Gebäudeversicherung: Durch einen Umbau kann die bisherige Brand- und Elementarschutzversicherung ihren Schutz verlieren. Dies ist z.B. der Fall, wenn das Dach abgedeckt ist und damit Regenwasser in die Immobilie eindringt. Es sollte in der Versicherung also auf einen entsprechenden Gebäudeschutz geachtet werden.
  4. Bauwesenversicherung: Die Bauwesenversicherung deckt das Risiko von Schäden und Verlusten während der Bauphase ab. So können bereits getätigte Bauleistungen oder das Material vor Zerstörung oder Diebstahl abgesichert werden. Die genaue Ausgestaltung der Bauwesenversicherung unterliegt Ihren Bedürfnissen als Bauherr.
  5. Budgetplanung: Träume zu realisieren kostet Geld. Damit Ihnen während der Sanierung nicht das Geld ausgeht und Sie den Überblick über Ihre Ausgaben nicht verlieren, stellt die Budgetplanung einen zentralen Teil der Sanierung dar.

An dieser Stelle können Sie auch überlegen, ob Sie die Sanierung mit einem erfahrenen Architekten durchführen wollen. Ein Architekt kann durch seine Fachexpertise Probleme vermieden, bevor sie entstehen, und Sie bei Entscheidungen und Vorbereitungen (z.B. dem Bauantrag) unterstützen.

Die Kostenschätzung für die Baustoffe und Handwerkertätigkeiten wird auf Grundlage erster Entwürfe und Planungen gemacht. Auch Förderungen und Kreditanfragen werden mit der Kostenschätzung beantragt. Sobald Sie die Angebote der Handwerker erhalten haben, können Sie genaue Kostenplanungen vornehmen und in einem Kostenvoranschlag zusammenfassen. Eventuelle unvorhergesehene Kostensteigerungen sind an diesem Punkt jedoch noch nicht berücksichtigt – diese müssten Sie von Zeit zu Zeit anpassen. Der Kostenvoranschlag dient der Überprüfung der Planzahlen während der Bauphase. Sobald die Sanierung abgeschlossen ist, werden die tatsächlichen Kosten festgestellt, indem zusätzliche Rechnungen der Handwerker und weitere Rechnungsposten zusammengetragen werden.

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