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Schlusslicht Deutschland – Niedrigste Wohneigentumsquote der EU!

Geschrieben von Harry Schulz auf 8. Juli 2018
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Knapp 70 Prozent der Menschen in der EU lebt in ihren eigenen vier Wänden, geht aus einer Statistik von Eurostat hervor. Mieter sind demnach lediglich 30 Prozent aller EU-Bürger.

Auch wenn in den vergangenen Jahren die Eigentumsquote in Deutschland geringfügig gestiegen ist, liegt diese hierzulande weiterhin bei lediglich 45 Prozent. Damit ist Deutschland Schlusslicht innerhalb der EU.

Die höchste Eigentumsquote gibt es in Rumänien mit 96 Prozent, gefolgt von Litauen, Kroatien, Slowakei (jeweils ca. 90 Prozent) und Ungarn (86 Prozent). Österreich ist mit 55 Prozent am unteren Ende der Statistik zu finden, dahinter liegt nur noch Deutschland.

Gründe für die niedrige Eigentumsquote sind hohe Kaufpreise in den Ballungsgebieten, eine fehlende attraktive und sinnvolle staatliche Förderung des Wohneigentums und zu hohe Kosten bei Immobilientransaktionen (z.B. Grunderwerbsteuer) in Zeiten von notwendiger Flexibilität. Auch erhöhte Zahlen an Erbschaften und Schenkungen hat daran bislang nichts ändern können.

Dass eine hohe Eigentumsquote nicht uneingeschränkt erstrebenswert ist, zeigen diverse Preisblasen aus der jüngeren Vergangenheit. Aber auch viele Wohnbauexperten sind der Meinung, dass ein vernünftiges Verhältnis aus Eigentum und Miete volkswirtschaftlich betrachtet sehr sinnvoll ist. Ein hoher Mieter-Anteil hält unter anderem die Verschuldungsquote niedriger und den Arbeitsmarkt flexibler.

Quelle des Zahlenmaterials: Statistisches Bundesamt

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